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Hier sind unsere Tipps zum Angeln am Möhnesee

Die Nähe zum Ruhrgebiet und die malerische Lage im nördlichen Sauerland im Landkreis Soest lassen ihn zu einem stark besuchten und beliebten Naherholungsgebiet werden: Der Möhnesee zieht nicht nur viele Tagesausflügler an, sondern darüber hinaus auch Langzeiturlauber. Und häufig verbindet diese Menschen eine gemeinsame Leidenschaft: das Angeln.

Der Möhnesee – Anglerparadies und Naherholungsgebiet
Nicht umsonst wird der Möhnesee auch Westfälisches Meer genannt. 1500 Fußballfelder hätten Platz in der Fläche dieses Stausees, der zu den größten seiner Art in Deutschland gehört. Bis zu 800 m ist er breit bei einer maximalen Seetiefe von 32 m. Auch wenn sich der See idyllisch in die Landschaft einbettet, so wurde er doch vor wenig mehr als 100 Jahren durch Menschenhand angelegt. Die eindrucksvolle Sperrmauer entstand im Jahr 1909 und gilt heute als eine der vielen Sehenswürdigkeiten der Region. Sportler jeglicher Art betrachten den Möhnesee als Eldorado. Denn er liefert nicht nur den vielfältigen Arten des Wassersports ideale Bedingungen, sondern verfügt mit seinem mehr als 40 km langen Ufer über ein ausgedehntes Wegenetz zum Fahrradfahren und Wandern.
Die Naturschutzgebiete Hevesee und Hevearm, im Süden des Sees gelegen, weisen eine sehr große Vielfalt an Pflanzen und Tieren auf, von denen viele als selten und deshalb besonders schützenswert eingestuft werden. Zum Beispiel ist dieses Biotop im Frühjahr Laichplatz seltener Amphibien. Die geschützte Kreuzkröte sei hier an vorderster Stelle aufgeführt, weiterhin auch die häufiger anzutreffende Erdkröte. Und in den Wintermonaten lassen sich hier in jedem Jahr zahlreiche Wasservögel beobachten. Aber auch in ihrem Bestand gefährdete Vögel, wie etwa Flussregenpfeifer oder Walduferläufer.
Auch die Angler kommen hier nicht zu kurz. Sie betrachten den Möhnesee aufgrund seiner Fischvielfalt als hervorragendes Anglerrevier. Die vielen Petrijünger, welche durchaus weite Anfahrten in Kauf nehmen, um hier angeln zu können, beweisen die große Attraktivität des Sees für diese Sportart

Angeln im Möhnesee – dank Bestandspflege ein ergiebiges Vergnügen
Die Fischwirtschaft des Ruhrverbands hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Fischbestände im Stausee zu pflegen. Nicht nur werden diese hinsichtlich ihrer Gesundheit regelmäßig überprüft und im Fall von Schädigungen mit Gegenmaßnahmen behandelt. Auch die Laichplätze und Lebensräume der Fische zu optimieren, ist Betätigungsfeld des Verbands. So konnte sich ein gesunder und sehr artenreicher Fischbestand entwickeln. Und davon profitieren nicht nur die Angler, sondern auch die Qualität des Wassers. In Körbecke, ein Ortsteil der Gemeinde Möhnesee, existiert eine Fischzuchtanlage. Sieben Fischarten werden hier gezüchtet und nach erlangter Reife in den Möhnesee ausgesetzt. Der Fischereiverband sichert auf diese Weise den Bestand an Fischen, legt aber gleichzeitig auch fest, in welchem Umfang diese Fische durch den Freizeit-Angler gefangen werden dürfen.

Welche Fische kann man fangen im Möhnesee?
Auch wenn der Möhnesee vielen Raubfischen aufgrund stark schwankender Wasserstände eigentlich keine idealen Lebensbedingungen liefert, gilt er dennoch als eines der besten deutschen Raubfisch-Gewässer. Große und kapitale Fänge kommen immer wieder regelmäßig vor. Folgende Fischarten weist der See auf: Flussbarsch und Große Maräne (jeweils bis zwei kg), Aal und Schleie (bis drei kg), Seeforelle und Zander (bis acht kg), Karpfen (bis zu 15 kg), Hecht (bis zu 20 kg) und Wels (bis zu 40 kg). Darüber hinaus Rotauge, Brasse und kleine Maräne. Für die letzteren Fischarten existieren keine Schonzeiten, sie dürfen also ganzjährig und ohne Beachtung von Größe, Gewicht und Stückzahl geangelt werden. Fangbeschränkungen für die anderen Arten gibt es dagegen schon. So dürfen Hechte (Mindestmaß 45 cm) während der Schonzeit vom 15. Februar bis 30. April nicht gefangen werden, und außerhalb dieser Zeit beschränkt die Fangverordnung die Zahl der Fänge pro Tag auf drei. Dies gilt auch für die Große Maräne, welche ihre Schonzeit vom 1. November bis zum 31. Dezember hat. Der Zander (Mindestmaß 40 cm) darf während seiner Schonzeit vom 1. April bis zum 31. Mai nicht gefangen werden, und darüber hinaus muss sich der tägliche Fang auf ein Tier bescheiden. Schließlich genießt die Seeforelle (Mindestmaß 50 cm) noch Schonzeit, und zwar vom 20. Oktober bis zum 15. März. Für Barsch, Schleie, Aal und Karpfen existieren keine Schonzeiten, und Einschränkungen in der täglichen Fangmenge bestehen lediglich für Barsch (vier Tiere) und Karpfen (2 Tiere).

Tipps für den richtigen und ergiebigen Standort
Wer Hecht fangen möchte, sollte diese Empfehlungen beherzigen: Der Linkturm – er befindet sich direkt gegenüber der Möhnetalsperre – gilt als zuverlässiges Revier. Weiterhin auch die Körbecker Brücke. Im Sommer dagegen lassen sich mit einer Schleppangel an der Delecker Brücke Erfolge erzielen. Die Fahrt mit dem Boot entlang der Bojen und auch der Staumauer ist unter Petrijüngern, die dem Hecht nachstellen, ein Geheimtipp. Und nicht nur Hechte kann man hier bevorzugt angeln, sondern auch andere Raubfische. Nachdem sich der Hecht als Nahrung gern der vielen kleinen Weißfische bedient, welche die Laich im Wameler Becken hervorbringt, trifft man diesen Räuber im Mai dort ebenfalls häufig an. Als Wameler Becken bezeichnet man den Ostteil des Sees. Dieser Ort ist auch interessant für Friedfischangler. Brassen lassen sich in der Abenddämmerung fangen, aber auch Karpfen.
Für den Zander gilt die Zeit ab Juli als die beste Fangzeit. Der Stockumer Damm und die Körbecker Brücke sind hier die Favoriten hinsichtlich des Fangerfolgs. Aber letztendlich muss man einfach ausprobieren, wo man am ehesten zu guten Fängen kommt. Die Qualität der Fangplätze hängt ja von vielen Faktoren ab. zum Beispiel vom Wind, von der Temperatur und von Schichtung und Strömung des Wassers. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass im Frühjahr die Uferpartien, die flachen Wasserzonen und das Vorbecken die besten Fangresultate liefern, während in Herbst und Winter eher reiche Beute im tieferen Wasser gelingt.

Welche Vorgaben und Bedingungen müssen Angler beachten?
Wer am Möhnesee angeln möchte, benötigt einen Fischereischein und auch einen Fischereierlaubnisvertrag. Den Bundesfischereischein kann man am Heimatort durch das Absolvieren eines Kurses und einer abschließenden Fischereiprüfung erwerben. Jugendlich dürfen in Begleitung von Erwachsenen, die einen Bundesfischereischein besitzen, auch ohne Fischerprüfung angeln. Ein entsprechender Jugendfischereischein muss allerdings beantragt werden. Für den Fischereierlaubnisschein gibt es verschiedene Ausfertigungen. Je nach beantragter Zeitspanne und Einsatz eines E-Motorboots entstehen unterschiedliche Kosten. Derzeit belaufen sich diese auf 6 €, 11 €, 20 € oder 60 € für den Tagesschein, 2-Tagesschein, Wochenschein oder Jahresschein. Der Jugendjahresschein ist für 30 € erhältlich. Die E-Motor-Plakette für einen Monat kostet 30 €, für ein Jahr dagegen 75 €.

Wo kann ich die Erlaubnis zum Angeln am Möhnesee einholen?
Verschiedene Stelle am Möhnestausee bieten den Abschluss eines Fischereierlaubnisvertrags an:
Gäste-Information Möhnesee, Küerbiker Straße 1,
Haus des Gastes, Möhnesee-Körbecke,
Angel Ussat, Fichtenweg 1, Möhnesee-Südufer,
Kiosk Körbecke, Meister-Stütting-Str. 3, Möhnesee-Körbecke,
AVIA Station Möhnesee, Seestr. 1, Möhnesee-Körbecke,
Angel-Spezi Soest, Coesterweg 39, Soest.
Über weitere Ausgabestellen informiert der Ruhrverband.

Angelgeschäfte rund um den Möhnesee:
Angel Ussat, Poststr. 10, Möhnesee
Angelshop, Fichtenweg 1, Möhnesee
fishbig.de Raubfischzentrum, Seestr. 1b, Möhnesee-Körbecke
Fly Fishing Europe, LInkstr. 27, 59519 Möhnesee-Delecke

Angeln vom Boot aus
Das Angeln vom Boot aus bietet viele Vorteile. Für den Angler besteht sicherlich der größte darin, dass er die Fisch-Hotspots des Möhnesees gezielt anfahren kann. Es finden sich einige Bootsverleiher rund um den See, und die Palette an Booten reicht hier vom speziellen Angelboot über Tretboot, Ruderboot und Segelboot bis hin zum kleinen Hausboot. Bootseigner können einen individuellen Liegeplatz mieten.
Grundsätzlich sind handbetriebene und elektrobetriebene Boote gestattet. Die Nutzung von Booten, die mit einem Verbrennungsmotor ausgestattet sind, erlauben die Umweltschutz-Auflagen nicht. Zwingend ist für denjenigen, der von seinem Elektroboot aus angeln möchte, eine E-Plakette nötig. Als Höchstgeschwindigkeit sind für elektrobetriebene Boote sechs Stundenkilometer erlaubt.
Bootsverleihe rund um den Möhnesee:
Angelbootvermietung-Möhnesee, Möhnestr. 4, Möhnesee,
Bootsvermietung Höcker, Südufer 45, Möhnesee,
Segelschule Möhnesee, Südufer 45, Möhnesee,
ADAC-Yachtschule, Brückenstraße 27-29, Möhnesee.

Wo kann man gut essen und übernachten?
Erlesene Gaumenfreuden verspricht das Hotel-Restaurant-Café Haus Griese (Seestr. 5, Körbecke). Besonders die traumhafte Sonnenterrasse, dem neuen Seepark direkt gegenüber gelegen, ist ein Muss. Auch zum Übernachten bietet sich diese Location an. Einzel- und Doppelzimmer sind hier zu erschwinglichen Preisen buchbar.
Zu einem einmaligen Blick auf die Möhnetalsperre und zu ausgesuchten Speisen lädt das Restaurant Lago ein (Zum Weiher 7c, Möhnesee).
Wer die Hausmannskost direkt am See bevorzugt, wird im Restaurant Bootshaus (Südufer 45, Möhnesee) fündig. Für das Übernachten stehen Ferienwohnungen verschiedener Größe zur Verfügung.
Das Haus Delecke wartet mit feinen Torten auf, aber ebenso gehört ein exklusives Dinner zum Angebot, das auch auf der schön gelegenen Gartenterrasse genossen werden kann.
Wohlschmeckende Landhausküche verspricht der Gasthof Schulte in Möhnesee-Theinigen (Thingstr. 6). Zum Übernachten bietet der Gasthof verschiedene Zimmergrößen an.
Ausgezeichnete Küche, verbunden mit einem herrlichen Seeblick, lässt sich im Restaurant Seepark genießen (Seepark 10, Möhnetal).
Wer die italienische Küche bevorzugt, wird das Restaurant Rocco (Seestr. 6a) schätzen.

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